Gesundheit
28. Februar 2009, Berlin - Migration und Alter: Potenziale einer Zukunftsgesellschaft
Die Ausarbeitung konkreter Ansätze zu Ausbildungsthemen und zur Identifizierung der Potenziale in der Versorgung der alternden Bevölkerung mit Migrationshintergrund war die Zielsetzung der ersten TD-IHK-Networking-Veranstaltung „Migration und Alter: Potenziale einer Zukunftsgesellschaft“, die im Rahmen der 2. Messe der Gesundheitswirtschaft der Region Berlin-Brandenburg „Gesundheit als Beruf“ (27./28.02.2009) stattfand.
Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer e.V. (TD-IHK) als Initiator der Veranstaltung und ihre Kooperationspartner Health Capital Berlin-Brandenburg, die IHK Berlin sowie Urania Berlin e.V., unterstützt von der AOK Berlin, leisteten damit einen Umsetzungsbeitrag zum Nationalen Integrationsplan und dem Masterplan der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg. Für die TD-IHK-Networking-Veranstaltung „Gesundheit“ übernahm die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, die Schirmherrschaft.
Stimmen zur Veranstaltung:
Prof. Dr. Maria Böhmer Staatsministerin im Bundeskanzleramt: „Häufig stoßen ältere und kranke Migrantinnen und Migranten bei ihrer Pflege und Betreuung noch auf Barrieren. Oft sind dies beispielsweise die schwierige sprachliche Verständigung in den ambulanten und stationären Einrichtungen sowie kulturell begründete unterschiedliche Auffassungen von Krankheit und Gesundheit. Deshalb sollte die interkulturelle Öffnung als Aufgabe fest in der Personal- und Teamentwicklung verankert werden. Dazu gehört, dass mehr Fachkräfte mit eigenem Migrationshintergrund ausgebildet und eingestellt werden. Die Vielfalt unserer Gesellschaft muss sich auch im Beschäftigungssystem widerspiegeln. Dadurch ergibt sich die Chance, verstärkt auf vorhandene Ressourcen wie Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen zurückgreifen zu können.“
Faize Berger – Vorstandsmitglied der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer: „Soziodemografische Entwicklungen, begrenzte Ressourcen, Rahmenbedingungen eines regulierten Marktes, die Komplexität der Gesetzte und Richtlinien, Verwaltungsstrukturen, Akteure, Bundes- und Landesebenen, ferner unsere in Abhängigkeit vom Alter variierenden Leistungs- und Qualitätsvorstellungen in Gesundheitsfragen, stellen große sozialpolitische Herausforderungen dar, die mit den Arbeitsmarkt- sowie weiteren Querschnittsthemen - wie Migration, Vielfalt - korrespondieren. Wir wissen, dass wir als TD-IHK bei der Erkennung und Umsetzung der gesellschaftlichen Potenziale bei der Sensibilisierung und Mobilisierung junger und erwachsener Menschen mit und ohne Migrationshintergrund einen erheblichen Beitrag leisten können.“
Henry Kotek - AOK Berlin - Die Gesundheitskasse: „Die zukünftige Entwicklung unserer Gesellschaft, insbesondere verbunden mit den Themen Migration und Alter, muss nicht unbedingt nur mit Risiken verbunden sein, sondern kann auch Chancen bieten. Dafür müssen wir uns heute auf den Weg machen. Entscheidend ist die rechtzeitige Entwicklung vernünftiger Konzepte für Menschen im Alter, insbesondere mit Migrationshintergrund, die eine gute und zielgruppenorientierte Versorgung und Integration unserer älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger gewährleisten. Wenn wir das erreichen, werden wir das Alter als Bereicherung und nicht als Last empfinden."
Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Pressemitteilung.
Einzelheiten zur Veranstaltung:
Programm
Veranstaltungsergebnisse (Faize Berger)
Grußwort der Schirmherrin, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer
Begrüßungsrede Faize Berger, Vorstandsmitglied der TD-IHK
Vortrag Anja Kistler, DBfk Nordost e.V.
Vortrag Dr. Andreas Büscher, Universität Bielefeld
Vortrag Harald Berghoff, Türk Bakim Evi
