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Rückblick 2011

"Business creates Life: Leben retten durch Soziale Verantwortung" mit Mario Rispo & Band
25.11.2011, Köln: Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) hat am vergangenen Freitag dem 25.11.2011 gemeinsam mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) eine Veranstaltung zu Corporate Social Responsibility (CSR) durchgeführt.

Ob Global Player oder kleiner Familienbetrieb, die Bedeutung sozialer Verantwortung wächst und soziales Engagement durch Unternehmen ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Auf einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Titel „Business creates Life: Leben retten durch Soziale Verantwortung“ haben die TD-IHK und die DKMS gezeigt, wie wichtig soziales Engagement ist und wie Unternehmer durch CSR-Maßnahmen ihr Betriebsklima verbessern und starke Impulse in der Öffentlichkeitsarbeit setzen können.

In seiner Begrüßung würdigte der Kölner Generalkonsul der Republik Türkei, Herr Mustafa Kemal Basa, das hohe Engagement der DKMS für Patienten mit türkischen Wurzeln. Trotz dieses Engagements sei es aber immer noch schwierig, genug Knochenmarkspender für sie zu finden, da Spenden türkischstämmiger Menschen genetisch eine höhere Chance hätten, angenommen zu werden. Der Generalkonsul freute sich daher über das Interesse türkischstämmiger Unternehmer an diesem Thema. Im Anschluss stellte der Direktor für Spenderneugewinnung und Marketing der DKMS, Herr Stephan Schumacher, die erfolgreiche Arbeit seiner Organisation vor und unterstrich die Wichtigkeit von Knochenmarkspenden. Auch er betonte noch einmal die große Bedeutung türkischstämmiger Spender für die Arbeit der DKMS.

Danach sprach der Präsident der TD-IHK, Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting, über die Bedeutung von Corporate Social Responsibility und machte darauf aufmerksam, wie wichtig eine Übernahme sozialer Verantwortung durch Unternehmer in der heutigen Wirtschaftswelt sei. Er betonte, dass sich soziales Engagement auch wirtschaftlich lohne und Unternehmer davon profitieren könnten. So seien CSR-Maßnahmen beispielsweise geeignet, die Mitarbeiterbindung an das Unternehmen zu verstärken, die Produktivität zu erhöhen und Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeitsarbeit zu erzeugen.

Herr Rainer Virnich von der Sparkasse KölnBonn stellte anschließend im Sinne eines „Best Practice“ die CSR-Maßnahmen seiner Organisation vor und die positiven Erfahrungen, die die Sparkasse damit gemacht hat.

Nach den Fachvorträgen stellten Mario Rispo & Band einige Lieder aus ihrem Programm „Mein Istanbul – Lieder der Sehnsucht“ vor. Der als Wanderer zwischen den Kulturen bekannte Künstler präsentierte den Anwesenden ein Bühnenprogramm mit Stücken aus der türkischen Kunstmusik bis hin zur modernen Volksmusik.


Türkisch-Deutsches Business-Forum mit Bundespräsident Wulff und Staatspräsident Gül
19.09.2011/BERLIN
: Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) hat gemeinsam mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag DIHK und der Türkischen

Kammern- und Börsenunion TOBB zum Türkisch-Deutschen Business-Forum nach Berlin eingeladen.

TD-IHK-Präsident Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting begrüßte zu Beginn des Hauptprogramms seine Ehrengäste Herrn Bundespräsidenten Christian Wulff und S.E. Staatspräsidenten der Republik Türkei Abdullah Gül sowie über 700 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Medien aus beiden Ländern. Weiter auf dem Programm standen Ansprachen des DIHK-Präsidenten Prof. Dr. Hans Heinrich Driftmann und des TOBB-Präsidenten M. Rifat Hisacıklıoğlu.

       

TD-IHK-Präsident Dr. Freiherr von Leoprechting vermittelte in seiner Begrüßungsrede zunächst einen Einblick in die türkisch-deutschen Beziehungen und würdigte in diesem Zusammenhang auch die Rolle der Geschäftsleute, insbesondere die Rolle der türkischstämmigen Unternehmer in Deutschland. In seiner Rede wies Dr. Freiherr von Leoprechting die Präsidenten auf die Situation der türkischen Geschäftsleute hin, die durch das zeitlich und administrativ aufwendige Visaerteilungsverfahren einem Wettbewerbsnachteil ausgesetzt sind und forderte: „Deutschland, die Türkei und die Kommission der EU sollten gemeinsam die Voraussetzungen für eine Visafreiheit unverzüglich schaffen.“ Ein weiteres wirtschaftspolitisches Thema, das der TD-IHK-Präsident aufgriff, war die EU-Mitgliedschaft der Türkei: „Angesichts der aktuellen Krisen in Europa, in Nordafrika und im Nahen Osten hoffe ich, dass die Menschen in der Europäischen Union erkennen, welch wichtigen Beitrag die Türkei als Mitglied unserer Gemeinschaft zu einer guten Entwicklung in den genannten Regionen beitragen kann. Und ich hoffe, dass sich die Türkei trotz aller Enttäuschungen dem Ziel der Aufnahme in die Europäische Union weiterhin verbunden fühlt und die notwendigen Voraussetzungen für eine Vollmitgliedschaft erbringt. Ich bin zutiefst davon überzeugt, die Einbindung der Türkei in die Europäische Union ist besser für beide.“

       
      

Bundespräsident Wulff und Staatspräsident Gül setzen durch ihre Ansprachen einen besonderen Akzent auf die türkisch-deutschen Beziehungen. Inhalte der Ansprachen entnehmen Sie bitte folgenden links:

Bundespräsident Christian Wulff - Staatspräsident Abdullah Gül  

Das Vorprogramm wurde mit einer Begrüßungsrede des TD-IHK-Vizepräsidenten Hayati Önel eröffnet und bot Beispiele erfolgreichen Know-How-Transfers zwischen Deutschland und der Türkei. Rolf A. Königs, TD-IHK-Vizepräsident und Chairman CEO der AUNDE Group, berichtete über seine Erfahrungen im Türkeigeschäft. Der Vortrag des Gründungspräsidenten und Entsandten der TOBB im Vorstand der TD-IHK beinhaltete als Thema die Anwendung des Deutschen Dualen Ausbildungssystems in der Türkei und stellte ein Modellprojekt der Industriekammer Istanbul vor. Mit einem Vortrag über die türkisch-deutsche Partnerschaften in Drittländern von Emir Ali Bilaloğlu, CEO der Doğuş Otomotiv Servis Ticaret A.Ş., wurde das Vorprogramm abgeschlossen.

       

         

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde das Buch „In bester Gesellschaft“ den Präsidenten überreicht. Die Publikation zum 50 jährigen Jubiläum des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens wird gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Das Buch „In bester Gesellschaft“ der Herausgeber Dr. Florian Langenscheidt und Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting (TD-IHK Präsident) präsentiert rund 100 Erfolgsgeschichten von türkischstämmigen Unternehmern und Wissenschaftlern, die in Deutschland ihren individuellen Weg gegangen sind. Das Buch ist pünktlich zum Türkisch-Deutschen Business-Forum im Deutsche Standards EDITIONEN Verlag erschienen.

        
 


 
01.08.2011/Berlin: In bester Gesellschaft: Neues Kompendium würdigt Beispiele erfolgreicher Integration in Wirtschaft und Wissenschaft
 
Hochkarätiger Beirat präsentiert in Berlin Erfolgsgeschichten von türkischen und türkischstämmigen Unternehmern und Wissenschaftlern

Im Herbst erscheint im Deutsche Standards EDITIONEN Verlag des bekannten Publizisten Florian Langenscheidt der Titel „In bester Gesellschaft – 100 türkische Erfolgsgeschichten aus Wirtschaft und Wissenschaft“. In Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Türkisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) werden Erfolgsgeschichten von Migranten/-innen portraitiert, die in Deutschland ihren individuellen Weg gegangen sind. Das Buch wird von Dr. Florian Langenscheidt und Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting, Präsident der TD-IHK, herausgegeben.

Unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Rita Süssmuth präsentierte am 1. August ein prominenter Beirat aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft dieses Projekt jetzt erstmals der Öffentlichkeit. Herausgeber und Beirat des zweisprachigen (deutsch-türkisch) Buches hatten zu einem Pressegespräch in die Räumlichkeiten von PriceWaterhouseCoopers am Potsdamer Platz geladen.
 
„Das Buchprojekt „In bester Gesellschaft“ ist eine einzigartige Chance, die Erfolge der türkisch-deutschen Integration sichtbar zu machen und die geschürten Vorbehalte und die aktuelle provokante Diskussion über ökonomische und kulturelle Integrationsprobleme in Deutschland zu revidieren“, erläutert Herausgeber Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting. „Mit diesem Buchprojekt setzen wir uns für die Stärkung des deutsch-türkischen Vertrauens ein“, ist sich Dr. Freiherr von Leoprechting sicher.
 
„Im 50. Jahr des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens belegt das Buch eindrucksvoll, wie deutsch-türkische bzw. türkischstämmige Mitbürgerinnen und Mitbürger Deutschland mitprägen und wie alle davon profitieren“, erklärt Beirats-Mitglied Cem Özdemir, Bundesvorsitzender Bündnis90/Die Grünen. „Die dargestellten 100 Erfolgsgeschichten sollten uns motivieren, weiter dafür zu arbeiten, dass wir eine durchlässigere Gesellschaft werden und es noch viel mehr erfolgreiche Beispiele in unserer interkulturellen Republik gibt“, so Özdemir weiter.
 

 
Insgesamt werden 50 beispielhafte türkische und türkischstämmige Unternehmer/-innen mit ihren Unternehmen in Deutschland sowie 50 Wissenschaftler/-innen mit ihren Institutionen und Forschungsschwerpunkten vorgestellt. Darunter finden sich Unternehmen wie z.B. die SOLITEM GmbH, ein innovativer Anbieter von Energieversorgungssystemen, die Computer-Spiele-Entwickler der CRYTEK GmbH sowie der Bochumer Neurowissenschaftler Prof. Dr. Onur Güntürkün. „Mit diesen Portraits von Unternehmern und Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Forschung zeichnen wir ein lebendiges Abbild davon, wie gelungene Integration aussehen kann und wie aus der Verständigung und Vernetzung zwischen unterschiedlichen Kulturen eine Wirtschaftsdynamik entsteht, die für alle Seiten von Nutzen ist“, kommentiert Herausgeber Florian Langenscheidt das Projekt.
 
Das Buch wird am 28. September 2011 im Rahmen eines Pressegespräches mit Frau Ministerin Prof. Dr. Schavan vorgestellt.  Nach der Veröffentlichung wird das Buch u. a. weltweit in den Bibliotheken der deutschen Goethe-Institute ausliegen.
 


15.07.2011/KÖLN: Besuch von Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer bei der TD-IHK
TD-IHK zieht Bilanz ihrer 6-jährigen Ausbildungsinitiative
 
Seit nunmehr 6 Jahren leistet die TD-IHK mit ihrem Ausbildungsprojekt einen aktiven Beitrag zum „Nationalen Pakt für Ausbildung und Fachkräftenachwuchs in Deutschland“.

Während Statistiken zu Beginn der Ausbildungsinitiative der TD-IHK im Februar 2005 eine Ausbildungsaktivität von 6 – 8 % bei türkischstämmigen Unternehmern belegten, kann mittlerweile von 19 % ausbildenden Türkischstämmigen ausgegangen werden. Die TD-IHK hatte gemeinsam mit anderen Projekten maßgeblichen Anteil an dieser erfreulichen Entwicklung.
„Integration durch Ausbildung“ – so lautet das Motto des TD-IHK Ausbildungsprojektes. In den vergangenen Jahren konnten knapp 500 Ausbildungsplätze in mehr als 350 Betrieben im Großraum Köln mit Hilfe des TD-IHK Ausbildungsprojektes geschaffen werden. Weitere 100 wurden bereits zugesagt und werden in Zukunft angeboten. Ein nachhaltiger Erfolg, da die Unternehmen vom Prinzip „duale Ausbildung“ überzeugt wurden und auch künftig ausbilden werden. Eine Gewinnsituation für Ausbilder und Auszubildende aller Nationalitäten.

Im Rahmen ihrer Integrationstour besuchte Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer am 15. Juli 2011 die TD-IHK. TD-IHK Präsident Dr. v. Leoprechting dankte der Staatsministerin für den Besuch und die damit verbundene Anerkennung für die oben genannten Erfolge des Ausbildungsprojektes.

„Unsere Ausbildungsinitiative verfolgt zwei Ziele: einerseits, Jugendliche unabhängig von der Herkunft über die duale Berufsausbildung zu informieren; andererseits, das Potential der ausbildungsfähigen Unternehmen mit Inhabern ausländischer Herkunft, vornehmlich türkischstämmige, zu aktivieren und somit Ausbildungsplätze zu schaffen. Unsere Ausbildungsinitiative zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass unser interkulturelles und bilinguales Team die Jugendlichen gezielt berät und die Unternehmen bei der Bewältigung der Bürokratie fortdauernd unterstützt. Wir sind stolz auf die Ergebnisse, die wir mit unserer Ausbildungsinitiative erreicht haben. Mein herzlicher Dank gilt allen Beteiligten, die den Erfolg dieses Projekts möglich gemacht haben.“, so TD-IHK Präsident Dr. v. Leoprechting.

An dem Treffen nahmen mehrere von der TD-IHK akquirierte Unternehmer der Region und Auszubildende beider Nationen teil, die ihre Erfahrungen mit Staatsministerin Böhmer teilten. Dass Stellenbewerber mit Migrationshintergrund mit Vorurteilen zu kämpfen haben, war hierbei eines der Schlüsselthemen.

"Eine gute Ausbildung ist in unserem Land die Eintrittskarte für eine erfolgreiche Perspektive. Ich danke der TD-IHK für ihren vorbildlichen Einsatz. Mit ihrer Ausbildungsinitiative ermöglicht sie Jugendlichen einen guten Start ins Berufsleben. Und die türkischstämmigen Unternehmer selbst erhöhen ihre Wettbewerbsfähigkeit und sichern sich angesichts des demografischen Wandels ihre Fachkräfte von morgen. Zugleich leistet die TD-IHK einen wertvollen Beitrag für die Integration und zum sozialen Zusammenhalt. Die Unternehmer, die sich an der dualen Ausbildung beteiligen, setzen ein wichtiges Zeichen: Ein Engagement in unserem Land lohnt sich! Das ist eine große Motivation für andere Unternehmer mit ausländischen Wurzeln und für die Jugendlichen, sich ebenfalls mit ganzer Kraft in unserem Land einzubringen.", so Staatsministerin Maria Böhmer.

Alle Teilnehmer appellierten gemeinsam dafür, soziale Verantwortung zu übernehmen, aber auch die wettbewerblichen Chancen zu erkennen, die sich durch das Angebot eines Ausbildungsplatzes im eigenen Betrieb ergeben. Staatsministerin Maria Böhmer betonte, dass es von großem Vorteil ist, in mehreren Sprachen zu Hause zu sein und über vielfältige kulturelle Erfahrungen zu verfügen. Dieses Potenzial gilt es, zu nutzen.

Im Rahmen ihrer bundesweiten Integrationstour besuchte Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer vom 11.-15. Juni 2011 Projekte, Bildungsakademien und diverse andere Einrichtungen um sich vor Ort im direkten Austausch über den Stand der Integrationsmaßnahmen zu informieren. Der Besuch bei der TD-IHK war ihre letzte Station auf dieser Integrationstour.
 

  


17.06.2011/BERLIN: TD-IHK Unternehmertreff mit Staatssekretär Dr. Born
 Die TD-IHK hat am 17. Juni im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin zum Unternehmertreff

eingeladen. Zuvor tagten der Vorstand und der Beirat der TD-IHK und nutzten im Anschluss die

Gelegenheit sich mit Ehrengast Dr. Wolf-Ruthart Born, Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, auszutauschen. 

Engin Koyuncu, Gründungspräsident und Vorstandsmitglied der TD-IHK und Entsandter der TOBB (Türkische Kammern- und Börsenunion), appellierte in seiner Ansprache zu einer engeren Zusammenarbeit türkischer und deutscher Unternehmer mit dem Ziel die starke Partnerschaft zwischen Deutschland und der Türkei noch mehr zu intensivieren. Laut Koyuncu haben die Ergebnisse der Parlamentswahlen in der Türkei am 12. Juni den starken Willen zur Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen und politischen Stabilität offen gelegt. Im Zuge der angekündigten Verfassungsreform würde auch der Integrationsprozess der Türkei in die EU Fortschritte machen. Koyuncu legte Staatssekretär Dr. Born auch die Wiederbelebung des Deutsch-Türkischen Kooperationsrates nahe. Der unter Federführung des Auswärtigen Amts und des türkischen Außenministeriums stehende Deutsch-Türkische Kooperationsrat, der seit 1994 jährlich zusammentreten soll, fand zuletzt im Jahr 2008 statt. „Wie auch Sie wissen, ist der Deutsch-Türkische Kooperationsrat zuletzt 2008 zusammen gekommen. Bundespräsident Wulff hat uns während seiner Türkeireise, die ich in Teilen begleiten konnte, Hoffnung auf die Wiederaufnahme dieser Tradition gemacht. In den letzten beiden Jahren konnte der Kooperationsrat, der zuletzt in Deutschland hätte tagen müssen, nicht durchgeführt werden. Wir möchten diese Sitzung gerne in naher Zukunft organisieren“, so Koyuncu. Die TD-IHK Beirats- und Vorstandsmitglieder reflektierten über vergangene Kammeraktivitäten und planten zukünftige Aktionen.
 
Im Mittelpunkt des Treffens mit Staatssekretär Dr. Born stand der Austausch von Ideen und Konzepten und die Kommunikation zu wirtschaftlichen und politischen Gegebenheiten im türkisch-deutschen Kontext. Die Hemmnisse und der Wettbewerbsnachteil durch die bestehende Visumspflicht für türkische Staatsbürger bei der Einreise in die EU, insbesondere Deutschland, wurde durch TD-IHK Vorstandsmitglied Engin Koyuncu zur Sprache gebracht und war einer der wesentlichen Bestandteile des gegenseitigen Austausches. Dr. Born erklärte, dass die Abschaffung der Visapflicht leider nicht durch Deutschland allein entschieden werden könne. Außerdem wies er darauf hin, dass das Rückübernahmeabkommen durch die Türkei noch nicht unterzeichnet wurde und appellierte an die TD-IHK sich für die Unterzeichnung des Abkommens einzusetzen. Er wies jedoch auf die Möglichkeit der Praxis der langjährigen Vergabe von Visa hin, die er als Zwischenlösung favorisiert - und bot an, sich mit seinem Nachfolger - Herr Dr. Born tritt noch in diesem Jahr in den Ruhestand - zu diesem auszutauschen und ihn bereits jetzt auf die Sensibilität aufmerksam zu machen. TD-IHK Präsident Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting brachte sein Bedauern darüber zum Ausdruck, dass die Möglichkeit der Vergabe langjähriger Visa in der Praxis leider nur sehr restriktiv gehandhabt wird. Er bedankte sich für den Einsatz Dr. Borns und erklärte gleichzeitig auch in Zukunft die Gespräche mit der deutschen Botschaft in Ankara dazu weiterzuführen.

Anschließend begrüßten der Beirat und der Vorstand der TD-IHK weitere TD-IHK Mitglieder und andere Unternehmer in gemütlicher Atmosphäre beim Get-Together. TD-IHK Präsident Dr. Freiherr von Leoprechting begrüßte die Gäste des Unternehmertreffs und sprach die politischen Entwicklungen im Zuge der Parlamentswahlen in der Türkei an: „Wir hoffen auf progressive Fortschritte bei den Beitrittsverhandlungen mit der EU, sodass die EU Perspektive weiterhin für Vertrauen in die Beständigkeit des wirtschaftlichen Reformkurses sorgen wird.“ Weiter stellte er die geplanten TD-IHK-Aktivitäten für das laufende Jahr vor: „Als besonderes Veranstaltungshighlight begehen wir in diesem Jahr zudem das 50-jährige Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei. Hierzu möchten wir Sie bereits jetzt herzlich für den 20. September einladen. Als Ehrengäste werden wir Herrn Bundespräsidenten Wulff und den türkischen Staatspräsidenten Herrn Gül begrüßen dürfen.“ Im Anschluss stellte der TD-IHK Präsident den neu konstituierten TD-IHK Beirat vor.

Der TD-IHK Beirat hat die Aufgabe, den TD-IHK Vorstand in wichtigen Vereinsangelegenheiten zu beraten. Der Beirat der TD-IHK setzt sich aus folgenden Mitgliedern zusammen: Ertugrul Ziya CETINTAS, Präsident der IHK Kirklareli, Türkei; Safak CIVICI, Firma Sefes Mobilya & Ev Donanimları; Werner DORNSCHEIDT, Messe Düsseldorf; Mustafa DURAN, Türkiyem GmbH; Stefan GENTH, HDE; Heinz-Dieter KALBERTODT, Commerzbank; Remzi KAPLAN, Kaplan Döner; Dr. Michael KERN, A.T.U.; Dr. Ahmet Ziya KÜCÜK, Europartner; Vural ÖGER, Öger Tours GmbH; Nihat SORGEC, Bildungswerk Kreuzberg GmbH; Sadullah TORUN, Triton IVH Unterhaltungselektronik GmbH; Ali UZUN, Präsident der MÜSIAD; Dr. Alexander WINKLER, Deutsche Bank; Ahmet YILMAZ, extim GmbH

 


 

16.06.2011/KÖLN: HRS BusinessRun Cologne - eine hervorragende Plattform für bilaterales Business
 
 
Das bekannte Kölner Firmenlauf-Event, der HRS BusinessRun Cologne, ging am 16. Juni in sein viertes Jahr. Die TD-IHK unterstützte auch dieses das Sportevent HRS BusinessRun, das Unternehmern rund um das Sportereignis eine Plattform für den aktiven Austausch bietet.
 
 
 
Der HRS BusinessRun trägt sein Erfolgskonzept in seinem Motto: „Laufe, fiere, danze!“. Hier steht die Gemeinschaft im Vordergrund und nicht die sportliche Höchstleistung. Denn gemeinsames Sporttreiben verbindet und stärkt den Teamgeist! Unter diesem Motto rief die TD-IHK ihre Mitglieder auf am Event teilzunehmen und die Gelegenheit zu nutzen ihre sozialen und wirtschaftlichen Kontakte auszubauen. Suat Bakır, Geschäftsführer der TD-IHK, weiß, dass gute Geschäftsgespräche in entspannter Atmosphäre stattfinden: „Durch Sport können Werte vermittelt werden, die das Miteinander von Menschen und Kulturen fördern. Der HRS BusinessRun verbindet Wirtschaft mit Sport und Business mit Leidenschaft.“ „Wir möchten mit gezielten Kommunikationsmaßnahmen in Zusammenarbeit mit der TD-IHK die türkischen Unternehmer motivieren und somit die Anzahl der türkischen Teilnehmer deutlich erhöhen“, so Kai Lucius, Geschäftsführer der Kölner Eventagentur ad.letics und Veranstalter des Events.

Für das 5km lange Lauf-Erlebnis gingen am 16. Juni ca. 550 Firmen mit etwa 8.000 Teilnehmern an den Start – unter anderem auch ein Team des TD-IHK Mitglieds Metropol FM. Das Team mit Şükriye Kanlı, Markus Schaffrath und Ömer Sefa Baysal belegte den 415. Platz bei den Mixed Teams. Tamer Ergün Yıkıcı, Geschäftsführer des Radiosenders Metropol FM und TD-IHK-Vorstandsmitglied, betonte die Bedeutung dieses Events: „Beim HRS BusinessRun Cologne steht nicht nur der Teamgeist aller Beteiligten im Mittelpunkt, der Lauf und dessen Ziel, Beruf und sportliche Betätigung der Deutschen und Deutschtürken in Einklang zu bringen, ist auch eine Brücke für die Deutschtürken in die deutsche Gesellschaft.“ Nach dem Zieleinlauf fand im RheinEnergieStadion die Siegerehrung und Kölns größte AfterWork-Party statt.
 


08.06.2011/BERLIN: Unternehmertreffen des BVMW & der TD-IHK u. a. mit Cem Özdemir und Serkan Tören

Am 08. Juni haben der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) und die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) türkische und deutsche Unternehmer unter dem Motto „Deutsche Berliner treffen türkische Berliner: reden, feiern und machen Geschäfte“ zusammengebracht. Ziel des Unternehmertreffens war es deutschen und türkischen Geschäftstreibenden ein aktives Miteinander und einen regen Austausch zu bieten.

Mit rund 200.000 türkischstämmigen Einwohnern hat Berlin die größte türkische Gemeinde Deutschlands. Von ca. 152.000 kleinen und mittleren Unternehmern in Berlin sind ca. 9.000 türkisch-stämmige. Türkischstämmige Unternehmer sind in den unterschiedlichsten wirtschaftlichen Bereichen aktiv und spielen eine sehr wichtige Rolle im Wirtschaftsleben der Stadt.

  

Mario Ohoven, Präsident des BVMW, und Dr. Reinhardt Freiherr von Leoprechting, Präsident der TD-IHK, eröffneten die Veranstaltung. Die Mehrheit der türkischen Unternehmen in Deutschland zähle zum Mittelstand, sagte Mario Ohoven. Dies sei einer der Gründe seines Engagements für die deutsch-türkische Zusammenarbeit. „So wie die TD-IHK als eine lebendige Brücke zwischen der Türkei und Deutschland wirkt, so versteht sich der Bundesverband mittelständische Wirtschaft als Vermittler und Bindeglied zwischen Politik und Unternehmern. Aber nicht nur diese Brückenfunktion macht unsere beiden Vereinigungen zu natürlichen Partnern. Es ist der Einsatz für den unternehmerischen Mittelstand, der uns verbindet. Und es ist das gleiche Ziel, das wir verfolgen: ein Europa, in dem die Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft historische Grenzen überwindet“, so Ohoven. Der TD-IHK Präsident Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting betonte in seinem Grußwort die bedeutende Rolle türkischer Unternehmer für die deutsche Wirtschaft: „Aus eigener Erfahrung wissen wir, welches Potential die Zusammenarbeit von türkischstämmigen und deutschen Unternehmern bietet. In gemeinsamen Projekten kann eine Verbindung aus türkischem Tatendrang und Eifer mit deutscher Präzision und Ausdauer wirksame Ergebnisse erzielen. Die Unternehmer auf beiden Seiten werden bereichert.” Berlins Wirtschaftssenator Harald Wolf konnte an der Veranstaltung nicht teilnehmen, er ließ jedoch Grußworte übermitteln.

Der Bundesvorsitzender der Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, bereicherte das Programm mit seinem Kick-off-Vortrag „Unternehmer mit Migrationshintergrund: Deutscher Mittelstand mit türkischen Wurzeln oder türkischstämmige Unternehmer in Deutschland?“. Özdemir betonte: „Wenn Menschen nicht-deutscher Herkunft hierzulande ein eigenes Unternehmen gründen, ist das zuallererst ein Zeichen dafür, dass sie Deutschland als ihre Heimat betrachten. Es gibt keine typisch-türkischen oder typisch-deutschen Selbständigen, vielmehr stehen alle kleinen und mittleren Unternehmen vor ähnlichen Herausforderungen - ob etwa die Regelung der Nachfolge im Familienunternehmen oder die Suche nach qualifizierten Arbeitskräften. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass türkischstämmige Unternehmer noch häufiger ausbilden und dass sie in Unternehmer-Netzwerke eingebunden sind, die über die eigene ethnische Herkunft hinausgehen. Dann können sie auch noch besser ihre Vorteile ins Spiel bringen: ihre interkulturelle Kompetenz und Mehrsprachigkeit und als Brücke zum türkischen Markt und in die dortige Region." Serkan Tören, der integrationspolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, trug seine persönliche Ansicht zum 50. Jubiläum des Anwerbeabkommens zwischen der Türkei und Deutschland vor. Tören sagte, dass die deutsche Wirtschaft und Gesellschaft vor großen Herausforderungen im Umgang mit Zugewanderten stehe und forderte: „Wir sollten alles dafür tun, das Zusammenleben und die Partizipation der hier lebenden Deutsch-Türken weiter voranzubringen. Sie sind wertvolle Brückenglieder zwischen zwei wunderbaren Ländern.“

 

An der anschließenden Diskussionsrunde zum Thema „Vernetzung deutscher und türkischstämmiger Unternehmer in der Region – Warum?“ beteiligten sich Cem Özdemir, Serkan Tören und Eberhard Vogt, Pressesprecher des BVMW, Tamer Ergün Yıkıcı, Vorstandsmitglied der TD-IHK und Geschäftsführer des Radiosenders Metropol FM. Im Anschluss an die Veranstaltung konnten sich Unternehmer in Arbeitsgruppen zu verschiedenen Branchen zusammenfinden. Seinen Ausklang fand das Unternehmertreffen mit einem Get-Together.


17.06.2011/KÖLN: Informationsveranstaltung der IMKB „Investitions-, Börsen- und Kapitalmarkt in der Türkei“

Die Istanbuler Börse (İstanbul Menkul Kıymetler Borsası - IMKB) hat am 17. Mai gemeinsam mit der TD-IHK zu einer Informationsveranstaltung zum Thema „Investitions-, Börsen- und Kapitalmarkt in der Türkei“ in die Räumlichkeiten der IHK Köln eingeladen. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit Begrüßungsreden des Generalkonsuls der Republik Türkei, Mustafa Kemal Basa, sowie TD-IHK Geschäftsführer Suat Bakır. Beim abschließenden gemeinsamen Abendessen hatten die Teilnehmer die Gelegenheit die Referenten näher kennen zu lernen.

Folgende hochkarätige Redner und Vertreter des türkischen Finanzmarktes informierten anschließend über den Investment-, Börsen- und Kapitalmark der Türkei:

Prof. Dr. Vedat AKGİRAY, Präsident der Börsenaufsicht (SPK)
Hüseyin ERKAN, Präsident der Börse Istanbul (IMKB)
Nevzat ÖZTANGUT, Präsident der Vereinigung der Intermediären Institutionen des Kapitalmarkts der Türkei
Dr. Emin ÇATANA, Geschäftsführer der Bank für Abwicklung und Aufbewahrung
Doç. Dr. Yakup ERGİNCAN, Geschäftsführer der Wertpapiersammelbank

 
 

 


05.05.2011/KÖLN: „Gastarbeiter - Fachkraft - Unternehmer: 50 Jahre gemeinsam für Deutschland“ – eine gemeinsame Veranstaltung von DTF, MIT und TD-IHK

Das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik und der Türkei jährt sich zum 50. Mal. Aus diesem Anlass hat das Deutsch-Türkische Forum (DTF) am 05. Mai im Rahmen seiner Mitgliederversammlung zur Podiumsdiskussion eingeladen. Hauptredner der Veranstaltung war CDU-Landesvorsitzender und Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen. Bülent Arslan, Vorsitzender des DTF NRW, hat durch das Programm geführt. An der Podiumsdiskussion nahmen neben TD-IHK Präsident Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting die Leiterin des AK Wirtschaft beim DTF Esma May, Landesvorsitzender der Mittelstands– und Wirtschaftsvereinigung der CDU Nordrhein-Westfalen (MIT) Hartmut Schauerte und Geschäftsführer der IHK Köln für den Bereich Aus- und Weiterbildung Gregor Berghausen teil.
 

 


28.02.2011: TD-IHK Wirtschaftstreffen mit Premierminister Erdoğan, Staatsminister Ergün und weiteren Politikern und Wirtschaftssprechern in Hannover
Die TD-IHK hat am 28. Februar im Vorfeld zur offiziellen Eröffnung der CeBIT 2011 in Hannover,

die dieses Jahr die Türkei als Partnerland begrüßt, zum TD-IHK Wirtschaftstreffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdoğan und dem türkischen Industrie- und Handelsminister Nihat Ergün eingeladen.

      

Als Sprecher der türkisch-deutschen Wirtschaft standen auf dem Programm die Reden von TOBB-Präsident Rifat Hisarcıklıoğlu (TOBB - Türkische Kammern- und Börsenunion), DT-IHK Präsident Franz Koller (DT-IHK - Deutsch-Türkische Industrie- und Handelskammer) und TD-IHK Präsident und Gastgeber des Wirtschaftstreffens Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting. TD-IHK-Präsident Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting sprach zur Eröffnung des Wirtschaftstreffens zu über 450 Teilnehmern aus Wirtschaft, Politik und Medien. Viele deutsche und türkische Unternehmer aus der Türkei, aus ganz Deutschland und aus den Nachbarländern waren angereist, um an der hochkarätig besetzten Veranstaltung teilzunehmen.

   
Der breite politische und wirtschaftliche Zuspruch für das TD-IHK Wirtschaftstreffen unterstreicht die Bedeutung der türkisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen. Unter den weiteren hochrangigen Persönlichkeiten auf ministerialer Ebene waren Faruk Çelik, Minister für Arbeit und Soziale Sicherheit, und Egemen Bağı, Minister für EU-Angelegenheiten. Der türkische Botschafter in Berlin Ahmet Acet und viele Vertreter des türkischen Parlaments und der TOBB zählten zu den Teilnehmern. Weitere namhafte Gäste waren Aygül Özkan, Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration in Niedersachsen, Bernd Strauch, Bürgermeister von Hannover, und Hauke Jagau, Regionspräsident Hannover.
 
   
TD-IHK Präsident Dr. Rainhardt Freiherr von Leoprechting begrüßte in seiner Eröffnungsrede die Gäste auf Türkisch und verwies auf die „besondere historische Dimension“ der Partnerschaft zwischen der Türkei und Deutschland. Dr. Freiherr von Leoprechting bezeichnete die in Deutschland lebenden Türken als einen wichtigen Faktor für die Intensivierung der bilateralen Beziehungen. Der TD-IHK Präsident griff in seiner Rede auch aktuelle wirtschaftspolitische Themen auf. Er bat beide Regierungen das Doppelbesteuerungsabkommen wieder schnellstens in Kraft zu setzen und verwies auf die bestehende Visumspflicht für türkische Staatsbürger als Hindernis für grenzübergreifende Geschäftstätigkeiten.   Der TD-IHK Präsident setzte sich auch für einen EU-Beitritt der Türkei ein: „Für uns gehört die Türkei als Vollmitglied zur Europäischen Union. Denn wir müssen die Türkei als eine Chance für die EU begreifen! Die EU ist kein christlicher Verein! Die Türkei könnte als erstes großes Land mit einer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung demonstrieren, dass gemeinsame Werte wie Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit verwirklicht werden können. Wir können die Verantwortung nicht dafür übernehmen, die Türkei für den Westen zu verlieren. Die EU braucht die Türkei und die Türkei braucht die EU.“ Im Hinblick auf die aktuellen Ereignisse in der arabischen Welt und Nordafrika vermerkte Dr. von Leoprechting: „Angesichts des Pulverfasses „arabische Welt“ müssen die kritischen Stimmen in der EU ihre Position dringend überdenken. Das Reformpotenzial muslimischer Kräfte muss stärker anerkannt und versucht werden einzubinden – z.B. über die konservativen Parteien im Europaparlament. Die Aufnahme der Türkei in die EU wäre ein eindeutiges Signal an die arabische Welt.“
 
DT-IHK Präsident Franz Koller vermittelte mit seiner Rede einen Gesamtüberblick über die türkische Wirtschaft und bezeichnete die CeBIT als ein gutes Beispiel für diese schnelle und erfolgreiche Entwicklung der türkischen Wirtschaft: „Noch vor wenigen Jahren waren türkische Firmen auf der Cebit vorwiegend als Besucher vertreten. Heute kommen an die 100 türkische Unternehmen als Aussteller hierher und zeigen sich als starkes Partnerland dieser Weltmesse.“ Die türkisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen sind nach Koller „gut und wachsen in beiden Richtungen“. Auch Koller wies auf die Hindernisse im bilateralen Wirtschaftsgeschehen hin und wandte sich an den Ministerpräsidenten Erdoğan: „In den deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen liegt noch weitaus mehr Potential als derzeit genutzt wird. Die Regierungen beider Länder sollten verstärkt dazu beitragen, die Wege zu einer noch besseren Nutzung dieses Potentials zu ebnen.“
 
TOBB-Präsident Rifat Hisarcıklıoğlu sagte in seiner Rede, dass in Deutschland lebende Türken und in der Türkei lebende Deutsche eine Brücke der Freundschaft und des Dialogs bilden. Der TOBB-Präsident thematisierte in seiner Rede ebenfalls den EU-Beitritt der Türkei: “Das EU-Mitgliedschafts-Projekt der Türkei ist eine richtige Investition für zukünftige Generationen. Wir glauben, dass der Erfolg dieses Projekts als wichtiges Erbe in die Zukunft getragen wird und möchten, dass Deutschland den EU-Beitritt der Türkei weiterhin unterstützt.” Weiter sprach er, dass die türkische Wirtschaft sich der Hightech-Industrie zuwenden muss und dass hier die deutsch-türkische Zusammenarbeit eine wichtige Rolle spielt: “Türkei und Deutschland müssen sich im Bereich der Industrie annähern. Wir müssen gemeinsam die Situation bewerten und uns entscheiden welchen Weg wir beschreiten, um einen gemeinsamen Nutzen zu ziehen und für die Region einen höheren Wohlstand zu erlangen.”
 
Der türkische Industrie- und Handelsminister Nihat Ergün hob in seiner Rede hervor, dass diese Wirtschaftstreffen dazu beitragen Vorurteile abzubauen und neue Möglichkeiten und Tätigkeitsfelder zu entdecken. Die Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei sind nach Minister Ergün ein wichtiger Faktor für die Entwicklung Europas zu einer globalen Kraft. Minister Ergün lud deutsche Unternehmer ein intensiver mit der Türkei zusammenzuarbeiten und Kooperationen einzugehen: “Die Türkei befindet sich aufgrund ihrer günstigen geografischen Lage, zwischen Europa, Asien und Afrika, für produzierende Unternehmer und Dienstleiter, die global aktiv werden möchten, in einer der dafür sehr geeigneten Regionen.”
  

Der Ehrengast des TD-IHK Wirtschaftstreffens, Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan, verwies in seiner Rede auf die Bedeutung der bilateralen Beziehungen zwischen Deutschland und der Türkei: “Die Wege der beiden Länder, Türkei und Deutschland, haben sich in der Vergangenheit schon sehr oft gekreuzt. Seit Jahrhunderten werden die diplomatischen Beziehungen gepflegt.” Ministerpräsident Erdoğan ging in seiner Rede unter anderem auch auf den EU-Beitritt der Türkei besonders ein und erklärte, dass die wachsende Wirtschaftskraft der Türkei eines der wichtigsten Kriterien für den EU-Beitritt sei. Ein weiteres Thema seiner Rede war die Visumspflicht für türkische Staatsbürger. Er wies darauf hin, dass die Visumspflicht gesellschaftliche Probleme auslöse und den Handel und die wirtschaftliche Zusammenarbeit in großem Maße beeinträchtige. Erdoğan gratulierte am Schluss seiner Rede der TD-IHK für ihren Beitrag zur Förderung der wirtschaftlichen und handelspolitischen Beziehungen zwischen der Türkei und Deutschland und wünschte der Kammer weiterhin viel Erfolg.  
               
Die Türkei ist fest in der globalen Wirtschaft integriert und hat einen besonderen Platz in der deutschen Wirtschaft. Mit dem Partnerlandstatus beweist die Türkei ihre Wirtschaftskraft auf führenden Weltleitmessen, so auch auf der CeBIT. Die Türkei hat das höchste Wirtschaftswachstum in Europa. Sie gehört zu den 20 größten Volkswirtschaften der Welt und ihr Pro-Kopf-Einkommen hat sich seit 2002 mehr als verdreifacht. Deutschland ist seit langem der wichtigste Wirtschaftspartner der Türkei und der weltweit größte Absatzmarkt für türkische Produkte vor Russland, China und den USA. Auch bei den Importen zählt Deutschland zu den ersten drei Hauptlieferanten. Türkischstämmige Unternehmer in Deutschland stellen dabei einen wichtigen Faktor für die bilateralen Beziehungen dar. Die TD-IHK geht derzeit von rund 80.000 türkischen und türkischstämmigen Unternehmern mit etwa 400.000 Beschäftigten aus. Diese Unternehmen setzen dabei jährlich über 35 Milliarden Euro um.
 
Am Abend eröffneten Ministerpräsident Erdoğan als Vertreter des Partnerlandes und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel die CeBIT 2011, das weltweit wichtigste Ereignis der internationalen IT-Branche.
 


08. März 2011/Berlin: TD-IHK Business-Frühstück mit Dr. Gunilla Fincke, Geschäftsführerin des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration
 
Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) hat heute zum TD-IHK Business-Frühstück ins Ludwig Erhard Haus in Berlin eingeladen. Dr. Gunilla Fincke, Geschäftsführerin des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration GmbH (SVR), wurde als Gastreferentin begrüßt. Die Teilnehmer hatten die Gelegenheit sich den Vortrag von Frau Dr. Fincke zum Thema „Fachkräftemangel in Deutschland und die Förderung der Selbstständigkeit“ anzuhören und anschließend darüber zu diskutieren. mehr...
 
    
 
Über den Sachverständigenrat:
Der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration geht auf eine Initiative der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung zurück. Ihr gehören acht Stiftungen an. Neben der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung sind dies: Bertelsmann Stiftung, Freudenberg Stiftung, Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Körber-Stiftung, Vodafone Stiftung und ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius. Der Sachverständigenrat ist ein unabhängiges und gemeinnütziges Beobachtungs-, Bewertungs- und Beratungsgremium, das zu integrations- und migrationspolitischen Themen Stellung bezieht und handlungsorientierte Politikberatung anbietet. Die Ergebnisse seiner Arbeit werden in einem Jahresbericht veröffentlicht.

Dem SVR gehören neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen und Forschungsrichtungen an: Prof. Dr. Klaus J. Bade (Vorsitzender), Prof. Dr. Ursula Neumann (Stellv. Vorsitzende) sowie Prof. Dr. Michael Bommes (†), Prof. Dr. Heinz Faßmann, Prof. Dr. Yasemin Karakasoğlu, Prof. Dr. Christine Langenfeld, Prof. Dr. Werner Schiffauer, Prof. Dr. Thomas Straubhaar und Prof. Dr. Steven Vertovec.

Weitere Informationen unter: www.svr-migration.de


10. Februar 2011/KÖLN: Frühjahrsempfang der TD-IHK und VitrA Bad zum Thema Markenpositionierung

Die TD-IHK und TD-IHK-Mitglied VitrA Bad GmbH haben gemeinsam zum Frühjahrsempfang eingeladen. Mit Fachvorträgen zum Thema „Markenpositionierung“ wurden neue Impulse für den deutsch-türkischen Dialog gesetzt.

Über 100 Gäste aus Medien, Wirtschaft und Gesellschaft wurden im Showroom der VitrA Bad GmbH - ein Unternehmen des türkischen Eczacibasi-Konzerns - im Kölner Rheinauhafen empfangen. Dirk Kistner, Geschäftsführer der VitrA Bad GmbH, stellte in seiner Begrüßungsrede das Unternehmen vor und moderierte durch das Programm. mehr...

   

  


25. Januar 2011/BERLIN: TD-IHK Business-Frühstück mit Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin

Die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) hat heute zum TD-IHK Business-Frühstück in die Räumlichkeiten des TD-IHK Mitgliedsunternehmens BWK – Bildungswerk in Kreuzberg GmbH eingeladen. Jürgen Wittke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Berlin, wurde als Gastreferent begrüßt.

Mitglieder und Gäste nutzten die Gelegenheit, sich einen Überblick über wichtige Aspekte des Themas „Jugendliche mit Migrationshintergrund und Ausbildung“ zu verschaffen und über Potenziale und Herausforderungen zu diskutieren. mehr...