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Coronavirus: Wirtschaftsförderungen, Notfallfonds und Hilfspakete für Unternehmen


  26.03.2020

 

Der Coronavirus hat bereits jetzt erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft Deutschlands und die Wirtschaft weltweit.

Die Wachstumsprognose für das weltweite BIP 2020 wurde um -0,5 % nach unten korrigiert. Die erwartete Anzahl an Kurzarbeitern in Deutschland in 2020 beträgt 2,35 Millionen, 47 % der deutschen Unternehmen erwarten einen Umsatzrückgang.


Aufgrund der dynamischen Entwicklung müssen diese Zahlen stetig korrigiert werden.
Das Ifo-Institut hat mehrere Szenarien des wirtschaftlichen Stillstands durchgespielt. Es prognostiziert demnach je nach Szenario ein Schrumpfen der Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Das entspricht Kosten von 255 bis 729 Milliarden Euro.

Die Bundesregierung und die Länder versprechen schnelle Hilfe. Ein so genanntes Schutzschild soll den Unternehmen über die schwere Zeit hinweg helfen. Es ist das größte Hilfspaket in der Geschichte der Bundesrepublik und stützt die Wirtschaft in breitem Umfang.

Maßnahmen der Bundesregierung

Hilfreiche links und Informationen zum entschlossenen Vorgehen der Bundesregierung stellen wir Ihnen hier zur Verfügung:

1. Zusätzliches KfW-Sonderprogramm ist am 23. März gestartet:

Die Mittel für das KfW Sonderprogramm sind unbegrenzt. Es steht sowohl kleinen, mittelständischen Unternehmen als auch Großunternehmen zur Verfügung. Damit können Sie ab sofort bei Ihrer Bank oder Sparkasse einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel  (Miete, Personalkosten, Energiekosten etc.) beantragen, sofern Sie bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren. Die Kreditbedingungen wurden verbessert. Niedrigere Zinssätze und eine vereinfachte Risikoprüfung der KfW bei Krediten bis zu 3 Mio. Euro schaffen Erleichterung. Eine höhere Haftungsfreistellung durch die KfW von bis zu 90 Prozent bei Betriebsmitteln und Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen erleichtern Banken und Sparkassen die Kreditvergabe. Auszahlungen erfolgen schnellstmöglich. Eine einfache und unbürokratische Antragsbearbeitung wird sichergestellt.

Weitere Informationen >
 finden Sie hier
 

2. Kurzarbeitergeld – Informationen  für Arbeitgeber:

Aufgrund der aktuellen Situation sind die Voraussetzungen für den Antrag auf Kurzarbeitergeld gesenkt worden.
Zu den Neuerungen / Erleichterungen gehören:

Weitere Informationen > finden Sie hier 

3. Steuerliche Liquiditätshilfe für Unternehmen

Bis Ende 2020 gilt hier:

Setzen Sie sich hierzu mit dem für Sie zuständigen Finanzamt in Verbindung.
 

4. Soforthilfe für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler (ab Mittwoch 25. März 2020)

Kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler können von Soforthilfen profitieren, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Hierzu stellt der Bund 50 Milliarden Euro bereit, um unbürokratische Soforthilfe zu gewähren.
Einmalig werden für drei Monate Zuschüsse zu Betriebskosten gewährt, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die Soforthilfe ergänzt die Programme der Länder. Die Anträge sollen deswegen aus einer Hand in den Bundesländern bearbeitet werden. Die Länder werden noch bekanntgeben, welche Behörde im jeweiligen Land zuständig ist. Die Soforthilfe sieht folgende Zuschüsse vor:

 
Eine Übersicht zum Schutzschild der Bundesregierung 
erhalten Sie hier

 
 

Welche Hilfen geben die Bundesländer den Betrieben?

Neben der Bundesregierung arbeiten auch die einzelnen Bundesländer an Hilfen, die Unternehmen durch die Corona-Krise bringen sollen. Ob Sie in Ihrem Bundesland bereits Geld beantragen können, erfahren Sie hier. Teilweise decken diese sich mit den o.g. Soforthilfen für kleine Unternehmen, Selbständige und Freiberufler.
 

Baden-Württemberg:
Wirtschaftsförderung L-Bank:
Tel.: 0711/122-2345,
E-Mail: wirtschaftsfoerderung@l-bank.de,  
 
Bürgschaften: 
Tel.: 0711/122-2999, Mo.- Do. (8:30 – 16:30 Uhr), Fr. (8:30 – 16:00 Uhr)
E-Mail: buergschaften@l-bank.de

Bürgschaftsbank: 
Tel.: 0711/1645-6,
E-Mail: ermoeglicher@buergschaftsbank.de,


Bayern:
Berlin:

Die vom Berliner Senat beschlossenen Hilfen werden über die IBB (Investitionsbank Berlin) umgesetzt.
Antragstellung ist online erbeten: zur Antragsstellung 
Brandenburg:
Die Soforthilfe ist gestaffelt nach der Zahl der Erwerbstätigen und beträgt:
Der Antrag wird ab Mittwoch, 25. März 2020 online verfügbar sein: zur Antragsstellung  
Bremen:

Soforthilfe: Im Rahmen eines von der Senatorin für Wirtschaft neu aufgelegten Förderprogramms können Unternehmen in Bremen und Bremerhaven, die durch die Auswirkungen des Coronavirus in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, Soforthilfen von bis zu 5.000 Euro im vereinfachten Verfahren und bei besonderem Bedarf bis 20.000 Euro beantragen.

Antragsformulare sind hier zu finden: Antragsformular  

Die Abwicklung erfolgt über die Förderbank für Bremen und Bremerhaven

 

Hamburg:
Detaillierte Infos zu Förderkrediten und Landesbürgschaften finden sich unter www.ifbhh.de. Schnelle und kostenfreie Information erhalten Sie beim IFB Beratungscenter Wirtschaft unter foerderlotsen@ifbhh.de oder unter Tel. 040 24846-533.
 

Hessen:

Das Land Hessen verweist auf die bereits bestehenden Förderprodukte für Unternehmen. Einige der Kredit- und Bürgschaftsprogramme könnten auch zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen eingesetzt werden, die auf die Coronakrise zurückzuführen sind.
Hotline Bürgschaftsbank Hessen: 0611/150 777
Weitere Infos > finden Sie hier

 

Mecklenburg-Vorpommern:
Näheres zum Schutzfonds > finden Sie hier
 

Niedersachsen:
Für beide Programme wird die Antragstellung voraussichtlich ab 25. März möglich sein. Unternehmen können sich bei der NBank informieren. Außerdem gibt es ein FAQ des Wirtschaftsministeriums.
 
Nordrhein-Westfalen:
Rheinland-Pfalz:
Die Programmittel werden durch die landeseigene Förderbank ISB verwaltet. Die Anträge für die Soforthilfen nehmen die Hausbanken entgegen.
Saarland:
Sachsen: 
Es handelt sich um ein zinsloses Darlehen von im Regelfall mind. 5.000 EUR bis max. 50.000 EUR.
Sachsen-Anhalt:
Schleswig-Holstein:

Der Schutzschirm des Landes Schleswig-Holstein besteht aus Zuschüssen aus einem Corona-Soforthilfeprogramm, einem Mittelstandssicherungsfonds, weiteren Liquiditätshilfen und Bürgschaften.

Für Kleinstunternehmer und Soloselbstständige:
100 Millionen Euro stehen für Kleinstunternehmer, kleine Gewerbetreibende und Soloselbständige bereit. Die Staffelung sieht folgendermaßen aus:
Für Mittelständler:
Aus einem Mittelstandssicherungsfonds sollen rückzahlbare Zuschüsse (zinslos und tilgungsfrei) von bis zu 750.000 Euro gewährt werden. Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Unterstützungsmaßnahmen der Förderinstitute und des Landes. Zum Beispiel wurde der Mittelstandskredit der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) von fünf Millionen Euro auf zehn Millionen Euro erhöht. Mehr dazu auf der Website der IB.SH.
Die Landesregierung beantwortet Fragen von Unternehmen in einem FAQ.

 

Thüringen:
Antragsformulare > finden Sie hier 
Es umfasst u.a. deutlich verbesserte Konditionen, Expressbearbeitungen, Expressbürgschaften, vereinfachte Antragsverfahren
 

Die Angaben erfolgen ohne Gewähr für Vollständigkeit.
Aufgrund der aktuell zu beobachtenden Dynamik empfehlen wir, die Situation und Angebote stetig bei den zuständigen Behörden zu beobachten und auf den Informationsseiten abzufragen. (Stand: 24.03.2020)

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