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Verbesserte Kreditbedingungen KfW Coronahilfen und SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards


  20.04.2020

die dynamische Entwicklung rund um SARS-CoV-2 erfordert schnelle Entscheidungen und Anpassungen. Vor kurzem hatten wir Sie über die Kredithilfen der KfW aufgrund der Pandemie und der Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft informiert: für mehr Informationen klicken Sie hier

Nun hat die KfW noch einmal die Bedingungen verbessert:
Ab dem 22.04.2020 gelten diese Änderungen beim KfW-Unternehmerkredit und ERP-Gründerkredit

Details finden Sie hier

Außerdem hat Bundesarbeitsminister Heil neue Arbeitsschutzstandards zu COVID 19 vorgestellt. Die Wirtschaft soll schrittweise und ohne weitere Rückschläge zur Vorkrisen-Leistung zurückkehren. Arbeitnehmer müssen dabei besonderen Schutz genießen und in einem Umfeld, welchem sie vertrauen, arbeiten können.

Dazu TD-IHK Mitglied, Dipl. Sicherheits.-Ing. (FH) Yavuz Sucu (IHS GmbH):

Arbeits- und Gesundheitsschutz geht uns alle an, jetzt mehr denn je!
Ob Klein- oder Großunternehmen, ob Inhaber oder Mitarbeiter, gerade in der aktuellen Covid-19 Pandemie wird das Ziel, eine nachhaltige Verbesserung und Sicherung des Arbeits- und Gesundheitsschutz durch technische, organisatorische und personenbezogene Maßnahmen erneut verdeutlicht.
Vor Allem vor dem Hintergrund, dass uns die Covid-19 Pandemie noch einige Monate im Arbeitsleben begleiten wird. Umso wichtiger ist es, sich einzugestehen, dass wir lernen müssen mit dieser zusätzlichen Herausforderung umzugehen und Mechanismen entwickeln, mit welchem wertschöpfende Tätigkeiten weiter sicher ausgeführt werden können, ohne das Personen einem vermeidbarem Risiko ausgesetzt werden.
Mit effizient eingeführten Maßnahmen schützen Sie sich selbst, Ihre Mitarbeiter und Familienangehörige.“

 

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat am 16.04.2020 grobe Richtlinien mit folgenden Hinweisen ausgesprochen:

1. Arbeitsschutz gilt weiter – und muss bei einem schrittweisen Hochfahren der Wirtschaft zugleich um betriebliche Maßnahmen zum Infektionsschutz vor SARS-CoV-2 ergänzt werden!
Wenn sich wieder mehr Personen im öffentlichen Raum bewegen, steigt das Infektionsrisiko – und damit das Risiko steigender Infektionszahlen und Überlastung des Gesundheitswesens. Dazu ist ein hoher Arbeitsschutzstandard notwendig, der dynamisch an den Pandemieverlauf angepasst wird.

 

2. Sozialpartnerschaft nutzen, Arbeitsschutzexperten einbinden, Angebot arbeitsmedizinischer Vorsorge ausweiten!
Eine gelebte Sozialpartnerschaft in den Betrieben hilft gerade jetzt, die notwendigen Schutzmaßnahmen wirksam im betrieblichen Alltag zu verankern. Betriebsärzte und Fachkräfte für Arbeitssicherheit beraten den Arbeitgeber bei der Umsetzung des SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandards und unterstützen bei der Unterweisung. Die Betriebe bieten ihren Beschäftigten zusätzliche freiwillige, ggf. telefonische, arbeitsmedizinische Vorsorge an.


3. Der Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern wird universell auch bei der Arbeit eingehalten - in Gebäuden, im Freien und in Fahrzeugen!
In den Betrieben werden entsprechende Absperrungen, Markierungen oder Zugangsregelungen umgesetzt. Wo dies nicht möglich ist, werden wirksame Alternativen ergriffen.

 

4. Abläufe werden so organisiert, dass die Beschäftigten möglichst wenig direkten Kontakt zueinander haben!
Schichtwechsel, Pausen oder Anwesenheiten im Büro werden durch geeignete organisatorische

Maßnahmen entzerrt, Kontakte der Beschäftigten untereinander werden im Rahmen der Schichtplangestaltung auf ein Minimum reduziert.


5. Niemals krank zur Arbeit!
Personen mit erkennbaren Symptomen (auch leichtes Fieber, Erkältungsanzeichen, Atemnot) verlassen den Arbeitsplatz bzw. bleiben zu Hause, bis der Verdacht ärztlicherseits aufgeklärt ist. Hier sind auch die Beschäftigten gefragt, ihre gesundheitliche Situation vor Arbeitsbeginn zu prüfen, um ihre Kolleginnen und Kollegen nicht in Gefahr zu bringen.


6. Zusätzlichen Schutz bei unvermeidlichem direkten Kontakt sicherstellen!
Wo Trennung durch Schutzscheiben nicht möglich ist, werden vom Arbeitgeber Nase-Mund-Bedeckungen für die Beschäftigten und alle Personen mit Zugang dessen Räumlichkeiten (wie Kunden, Dienstleister) zur Verfügung gestellt.


7. Zusätzliche Hygienemaßnahmen treffen!
Waschgelegenheiten bzw. Desinfektionsspender werden vom Arbeitgeber bereitgestellt, um die erforderliche häufige Handhygiene am Ein-/Ausgang und in der Nähe der Arbeitsplätze zu ermöglichen. Kurze Reinigungsintervalle für gemeinsam genutzte Räumlichkeiten, Firmenfahrzeuge, Arbeitsmittel und sonstige Kontaktflächen verbessern den Infektionsschutz weiter. Auf die verbindliche Einhaltung einer "Nies-/Hustetikette" bei der Arbeit wird besonders geachtet!


8. Arbeitsmedizinische Vorsorge nutzen; Risikogruppen besonders schützen!
Viele bangen um ihre Gesundheit. Arbeitsmedizinische Vorsorge beim Betriebsarzt ermöglicht individuelle Beratung zu arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren. Auch Vorerkrankungen und Ängste können hier besprochen werden. Wird dem Arbeitgeber bekannt, dass eine Person einer Risikogruppe angehört, ergreift er die erforderlichen individuellen Schutzmaßnahmen.


9. Betriebliche Beiträge zur Pandemievorsorge sicherstellen!
Um schnell auf erkannte Infektionen reagieren zu können, erarbeiten Arbeitgeber betriebliche Routinen zur Pandemievorsorge und kooperieren mit den örtlichen Gesundheitsbehörden, um weitere möglicherweise infizierte Personen zu identifizieren, zu informieren und ggf. auch isolieren zu können. Beschäftigte werden angehalten, sich bei Infektionsverdacht an einen festen Ansprechpartner im Betrieb zu wenden.

 

10. Aktive Kommunikation rund um den Grundsatz "Gesundheit geht vor!"
Der Arbeitgeber unterstützt aktiv seine Beschäftigten. Führungskräfte stellen vor Ort klar, dass Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten Priorität haben. Alle zusätzlichen betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen und Hinweise werden verständlich erklärt und ggf. erprobt und eingeübt.


(Quelle: www.bmas.de - Stand: 20 April 2020)


Die IHS GmbH, unterstützt Sie gerne mit einfachen und in der Praxis erprobten Maßnahmen, um Sie und Ihre Mitarbeiter bei der Ausübung Ihrer beruflichen Tätigkeiten zuverlässig zu schützen.
Die Beratungsleistungen werden für alle TD-IHK Mitgliedsunternehmen zu vergünstigten Konditionen angeboten. (Kontakt: www.ihs-gmbh.de)


Bleiben Sie gesund!
Ihre TD-IHK

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