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Rückblick: Türkisch-Deutscher Wirtschaftsdialog


  21.09.2018

 

 

Berlin - Am 14. September 2018 setzte die Türkisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (TD-IHK) die Tradition ihrer bilateralen Wirtschaftsveranstaltungen fort. Mit hochrangigen Vertretern aus der Wirtschaft beider Länder fand zum ersten Mal der Türkisch-Deutsche Wirtschaftsdialog im Haus der Deutschen Wirtschaft beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) statt.

 

Der Türkisch-Deutsche Wirtschaftsdialog bot den über 250 Teilnehmern aus Wirtschaft und Medien die Möglichkeit, sich mit Keynotes und Beiträgen hochrangiger Gäste über aktuelle Wirtschaftsthemen im türkisch-deutschen Kontext zu informieren und sich auf dem anschließenden Get-together auszutauschen.

Die Bedeutung des Türkisch-Deutschen Wirtschaftsdialogs für die bilateralen Beziehungen zwischen den beiden Ländern wurde mit Beiträgen hochkarätiger Redner –  unter ihnen DIHK Präsident Dr. Eric Schweitzer, TOBB-Präsident M. Rifat Hisarcıklıoǧlu, TD-IHK-Präsident Rolf A. Königs, AHK Türkei-Präsident Dr. Markus C. Slevogt und dem Botschafter der Republik Türkei Ali Kemal Aydın – unter-strichen.

Rolf A. Königs, Präsident der TD-IHK, betonte in seiner Begrüßungsrede die Bedeutung des Türkisch-Deutschen Wirtschaftsdialogs: „Mit dieser Veranstaltung möchten wir vor allem eines deutlich machen: Insbesondere in Krisenzeiten werden wir die bilateralen Beziehungen zwischen beiden Ländern weiter vorantreiben und für sie werben. Aus diesem Gesichtspunkt ist genau jetzt der richtige Zeitpunkt für solch einen Dialog. Unser Motto lautet: Wir machen Business, keine Politik! Dennoch freut es uns natürlich, dass es aktuell auch auf dieser Ebene Annäherung gibt. Die Türkei ist nach wie vor wichtig für Deutschland und Europa. Sie gehört zur Gruppe der G20, hat geo-strategische Bedeutung, eine junge und gut ausgebildete Bevölkerung.“

Der Präsident der DIHK, Dr. Eric Schweitzer, machte in seiner Eröffnungsrede deutlich: „Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um ihr Engagement weiter ausbauen zu können – das gilt gleichermaßen für den deutschen wie den türkischen Markt. Politische Spannungen dürfen nicht dazu führen, dass Gesprächsfäden abreißen. Es ist daher wichtiger denn je, dass wir den Dialog mit unseren Partnern und Freunden pflegen.“

M. Rifat Hisarcıklıoğlu, Präsident der TOBB, vermittelte in seiner Begrüßungsrede zunächst einen Einblick in die deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen: „Mit einem Handelsvolumen von ca. 37 Milliarden Euro ist Deutschland wichtigster Handelspartner der Türkei. Die Zahl der in der Türkei aktiven Unternehmen mit deutscher Beteiligung liegt bei 7110. Diese Zahlen unterstreichen das Potential der türkisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen.“ Der TOBB-Präsident hob anschließend hervor: „In  den deutsch-türkischen Wirtschaftsbeziehungen liegt noch weitaus mehr Potential als derzeit genutzt wird. Beide Seiten müssen verstärkt dazu beitragen, dass erneut eine Vertrauens-basis geschaffen wird, die zu einer noch besseren Nutzung dieses Potentials beiträgt. Die Türkei ist weiterhin ein sehr attraktiver Markt mit großen Chancen, die es gilt zu nutzen. Ich rate der deutschen Geschäftswelt zu mehr Investitionsbereitschaft in der Türkei.“ Ebenfalls thematisierte der TOBB-Präsident in  seiner  Rede die anhaltende Visaproblematik. Durch das aufwendige Visa-erteilungsverfahren würden türkische Geschäftsleute einen „Wettbewerbsnachteil“ ausgesetzt, was auch der deutschen Wirtschaft schade. Ein weiteres wirtschaftspolitisches Thema, das Hisarcıklıoğlu  aufgriff, war die Modernisierung der Zollunion: „Ich bin zutiefst davon überzeugt, die Einbindung der Türkei würde den deutsch-türkischen Handelsbeziehungen neue Impulse geben.“

In dem anschließenden Panel „Unternehmen im Dialog“,  stand der Erfahrungsaustausch über das Türkeigeschäft im Mittelpunkt. Thema war unter anderem die strategische Investitionsplanung im Zuge der aktuellen wirtschaftlichen Lage in der Türkei. Mit namhaften Impulsgebern, unter ihnen Steven Young (CEO Bosch Turkey & MiddleEast, DEIK / Turkey-Germany Business Council Chairman), Alpaslan Çakar (T.C. Ziraat Bankası A.Ş., stellv. Generaldirektor), Atilla Özkul (Geschäftsführer DEICHMANN Türkei), Bora Öztelcan (Country Manager, Norm Group Turkey) und Rolf A. Königs (CEO AUNDE Group) war das Panel prominent besetzt.

 

Für die hervorragende Zusammenarbeit bedanken wir uns bei unseren Sponsoren NRW.INVEST, Berliner Sparkasse und Prime Limousines, unseren Partnern TOBB, DIHK und AHK Türkei.

 

>> Galerie zur Veranstaltung

 

 

 


Sponsorenbeitrag

Nordrhein-Westfalen: Top-Standort für türkische Investoren
Nordrhein-Westfalen (NRW) und die Türkei sind wichtige Wirtschaftspartner füreinander – im Handel und bei den Investitionen. Der Außenhandel zwischen beiden Ländern beträgt 8,2 Milliarden Euro. Rund 400 türkische Firmen haben in NRW ihren Sitz. Darunter befinden sich so bekannte Namen wie Gökbora, Medipa, Nedex, Pasabahce, Sarar, TADIM und Turbel. Und das kommt nicht von ungefähr. Weiterlesen...

 

 

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